Mieträume und Schimmel

Schimmelpilz ist in den letzten Jahren zunehmend ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten. Schimmelpilzbefall hat seine Ursache im falschen Lüftungs- und Heizverhalten oder aber in Baumängeln. Schimmelpilzbefall stellt stets ein hygienisches Problem und damit einen Mangel dar. Er kann aber auch eine Gesundheitsgefährdung mit sich bringen. Eine außerordentliche Kündigung wegen Gesundheitsgefährdung, die nicht ausreichend vorbereitet ist, ist für den Mieter höchst risikobehaftet.

Sind Sie Vermieter unterstützen wir Sie in der Abwehr unberechtigter Forderungen der Mieter und können Ihnen Vorschläge zu einer angemessenen Reaktion auf entsprechende Mangelrügen unterbreiten. Vom Mieter ausgesprochene außerordentliche Kündigungen sind überwiegend unwirksam. Wir beraten Sie gern.

Befindet sich Schimmel in Ihren Mieträumen und reagiert der Vermieter nicht, sollten Sie anwaltlichen Rat in Anspruch nehmen. Unsere Anwälte werden Sie über die Höhe der Ihnen zustehenden Mietminderungsansprüche, darüber, wie Sie den Vermieter zur Mangelbeseitigung bewegen können, und zu einem eventuell bestehenden außerordentlichen Kündigungsrecht wegen Gesundheitsgefährdung oder wegen Verzugs mit der Mangelbeseitigung beraten.

Dem Auftreten von Schimmel in Mietsachen wird zunehmend Beachtung geschenkt. In den letzten Jahren erfolgten umfängliche Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen in Altbauten, in deren Ergebnis es vermehrt zur Bildung von Schimmel gekommen ist.

Schimmel im Mietobjekt kann verschiedene Ursachen haben. Vor allem unsachgemäßes Heiz- und Lüftungsverhalten der Nutzer in Verbindung mit Tätigkeiten, bei denen Feuchtigkeit entsteht, wie Duschen, Kochen und Wäsche trocknen, erhöht die Feuchtigkeit der Raumluft. Dies kann das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigen. Besonders bei nachträglich wärmegedämmten und nach den geltenden EneV neu errichteten Mietwohnungen ist daher wegen des verringerten natürlichen Luftwechsels ein sachgerechtes Lüften und Heizen zur Verhinderung von Schimmel erforderlich. Daneben führen nicht vollständig oder unsachgemäß beseitigte Wasserschäden, Restbaufeuchte und Baumängel zu Wachstum von Schimmelpilzen.

Tritt in dem gemieteten Objekt Schimmel auf, sollten Sie wegen der reizenden und toxischen Wirkung von Schimmelpilzen Abhilfe schaffen. Als Mieter sind Sie verpflichtet, das Auftreten von Schimmel in Ihren Mieträumen gegenüber dem Vermieter anzuzeigen, so dass dieser reagieren kann. Reagiert der Vermieter nicht, steht Ihnen gegenüber dem Vermieter neben dem Recht zur Mietminderung, vor allem ein Anspruch auf Mangelbeseitigung, u. U. auch ein außerordentliches Kündigungsrecht des Mietvertrags zu. Kommen Sie Ihrer Verpflichtung zur Anzeige des bestehenden Mangels in Form der Bildung von Schimmel nicht nach, stehen dem Vermieter Schadenersatzansprüche zu. Vertritt der Vermieter die Auffassung, dass der in der Mietwohnung vorhandene Schimmel durch nachlässiges Lüften oder Heizen des Mieters verursacht ist, muss der Vermieter im Rahmen eines eventuellen Mietrechtsstreits nachweisen, dass keine Baumängel vorhanden sind. Erst wenn dem Vermieter dieser recht schwierig zu führende Nachweis gelungen ist, muss der Mieter nachweisen, dass er ordnungsgemäß gelüftet und geheizt hat.

Häufig wird in der Praxis falsch gelüftet. Um die Feuchte im Raum zu verringern, sollte vorzugsweise mehrmals täglich eine kurze Stoßlüftung (5-10 min bei weit geöffnetem Fenster) erfolgen.

Wir arbeiten mit Kooperationspartnern zusammen, welche Sie fachlich wegen dem Umfang eventueller Beeinträchtigung, in Bezug auf die Frage, ob eine Gesundheitsgefährdung infolge von Schimmelpilzbildung besteht, und wie eine fachgerechte Schimmelpilzsanierung vorgenommen werden kann, beraten.